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Telebasel – Was tun bei einer Messerattacke (22.08.2021 Online)

Was tun, wenn man mit einem Messer bedroht wird? Peter Neumaier ist Experte für Gewaltprävention und gibt wertvolle Tipps.

Peter Neumaier ist schon seit vielen Jahren in der Gewaltprävention tätig. Zusammen mit Geschäftspartner Bela Riethausen betreibt er auf dem Dreispitz ein Trainingszentrum für Selbstverteidigung. Er rät, Gefahren von Anfang an aus dem Weg zu gehen. Hat man in einer Situation ein ungutes Gefühl oder erkennt eine konkrete Bedrohung, dann sollte man sich sofort zurückziehen. «Sobald du eine Gefahrenquelle siehst, musst du natürlich alles daran setzen, so schnell wie möglich Distanz aufzubauen.» Dabei soll man auch allfällige Begleiterinnen und Begleiter in Sicherheit bringen, so Neumaier.

Ist eine Flucht nicht mehr möglich und hat man das Messer etwa schon am Hals, rät der Experte zur Kooperation. Widerstand sei an dieser Stelle nicht angebracht. Statt sich einem höheren Risiko auszusetzen, sollte man das Portemonnaie besser übergeben. Allenfalls kann man den Geldbeutel ein paar Meter wegwerfen, so müsste der Täter ein paar Schritte Abstand nehmen, um es zu erreichen.

Blocken als einzige Option

Etwas anders sieht die Situation aus, wenn ein unmittelbarer Angriff unausweichlich scheint. Wenn man zum Beispiel sieht, dass der Täter oder die Täterin mit dem Arm bereits zu einem Hieb ausholt und man keine Chance mehr hat wegzurennen. Die Experten raten in einer solchen Situation einerseits zu lautstarken Stopprufen. Gleichzeit sollte man mit den Händen eine abwehrende Haltung einnehmen. Stösst der Angreifer oder die Angreiferin zu, dann soll man versuchen, den angreifenden Arm oberhalb der messerhaltenden Hand mit aller Kraft zu blocken. Schafft man es so, den Angriff einen kurzen Moment zu stoppen, ist unmittelbar die Flucht anzutreten.

Nicht erst die Verletzung führt zu Schäden

Die Opferhilfe beider Basel bietet Opfern von Gewaltverbrechen Hilfe an. Sozialarbeiter Alessandro Suter sagt, dass es nicht immer eine physische Verletzung braucht. Auch nur schon der Umstand, mit einem Messer bedroht zu werden, kann schwerwiegende psychische Schäden verursachen. «Wir sprechen hier von einer lebensbedrohenden Situation», so Suter. Posttraumatische Belastungsstörung sei möglich. «In diesen Fällen ist einfach wichtig, dass man sich so schnell wie möglich therapeutische Unterstützung holt.»

Vor Ort sollte sofort die Polizei aufgeboten werden. Sie kann im ersten Moment Sicherheit vermitteln. Die Fälle werden so zudem registriert und die Opferhilfe kann später unkompliziert helfen. Die Institution dient vor allem der Beratung. Sie vermittelt den Betroffenen juristische Hilfe, kann Kontakte zu Therapeuten herstellen und auch ein Strafverfahren beratend begleiten. «Wir beraten kostenlos und vertraulich», sagt Alessandro Suter.

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Wochenblatt für das Birseck und Dornach: Dumm wäre, nichts zu tun (28.12.2018 Online)

Agieren in einer Gewaltsituation: Peter Neumaier zeigt, wie man sich effektiv verteidigen kann. Foto: Milos Mihajlovic

Selbstverteidigungskurse sind bei Frauen gefragter denn je. Auch im Birseck ist die Nachfrage gross, bestätigt Peter Neumaier von Defensiv.ch. Aber auch Männer und Jugendliche legen vermehrt Wert darauf, sich im Ernstfall wehren zu können.

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Basler Zeitung: NEIN heisst NEIN (04.12.2018 Printausgabe)

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Basler Zeitung: Mehr Sicherheit auf dem Heimweg (04.08.2017 Printausgabe)

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Interview mit Telebasel


20 Minuten Online: SelbstverteidigungsStudios werden überrannt  (08.01.2016 www.20min.ch)

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